Prokrastination. Psychoanalyse und gesellschaftlicher Kontext
gefördert durch die Stiftung für Psychoanalyse und Psychotherapie und der Köhler-Stiftung
Leitung IPU
Prof. Dr. Christine Kirchhoff
Projektbeschreibung
Unter Prokrastination (engl. procrastination) ist ein unplanmäßiges Aufschieben alltäglicher Aufgaben zu verstehen, welches im Übermaß mit einem subjektiven Leidensdruck einhergehen kann. Ziel des Forschungsprojektes ist die Eröffnung einer Perspektive, welche psychoanalytisch-psychodynamische Aspekte und gesellschaftlichen Kontext (gesellschaftliche Bedeutung) von Prokrastination untersucht. Die Psychoanalyse bietet herbei einen erkenntnistheoretisch fundierten Zugang zum Unbewussten und der latenten Bedeutung innerhalb des Individuums und der Gesellschaft. Nachdem sich die akademische Psychologie dem noch jungen Phänomens erst in den 1980 Jahren annahm und ein erster Zusammenhang bestimmter Eigenschaften der Persönlichkeit mit Aufgaben und motivationalen Bezügen der Handlungsplanung untersucht wurde, stellt die gegenwärtige empirische Studie themenzentrierte Interviews ins Zentrum. Diese werden im Kontext einer Interpretationsgruppe tiefenhermeneutisch ausgewertet. Über Neuigkeiten aus dem Forschungsprojekt informiert der Blog.
Originalsprache: Deutsch
Projektbeteiligte
Carolin Schnackenberg
Tom Uhlig (Johann Wolfgang Goethe-Universität)
Laufzeit
Projektbeginn: 01/2015
Projektende: 01/2018